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SRI LANKA - Alles über meine erste Reise mit Backpack (Teil 2)

Ein abenteuerlicher Aufstieg - Adam's Peak

Wenn man bei Google "Adam's Peak - Erfahrungen" eingibt, kommen lauter Berichte wie viel Spaß der Aufstieg doch gemacht hat oder "absolutes Highlight". Hier nun also die Sensation: Ich fand den Aufstieg als wohl erste Person überhaupt alles andere als spaßig und mich bringen diesen Berg keine hundert Pferde mehr hoch. Für alle, die nach Sri Lanka reisen und vor haben, den Adam's Peak zu besteigen: Lasst diesen Teil lieber aus. Ein motivierender Erfahrungsbericht wird das nicht. :D

Der Adam's Peak ist mit seinen 2.245 Metern und der markanten Gipfelspitze der bekannteste Berg Sri Lankas. Der Legende nach soll Buddah einst diesen Berg bestiegen und seinen Fußabdruck auf den Gipfel hinterlassen haben. Täglich kommen hunderte von Pilgern angereist, um diesen Berg aufgrund seiner religiösen Bedeutung und der wirklich atemberaubenden Aussicht zu besteigen. Die meisten Pilger laufen bereits um 02:00 Uhr los, um für den Sonnenaufgang früh genug am Gipfel zu sein. Außerdem ist es zu dieser Zeit noch angenehm kühl. So ähnlich steht's auf jeden Fall im Reiseführer.

Wer hier glaubt, dass es sich um einen Spaziergang zum Gipfel handelt, hat sich mehr als geirrt. Der Aufstieg besteht nämlich aus ca. 5.200 Stufen, die, je höher man kommt, immer enger und steiler werden (Hello, Kim Kardashian Booty). Diese sind dazu noch unterschiedlich hoch, so dass es wirklich schwierig ist, einen Rythmus zu finden. Wir haben 4 Stunden für den Aufstieg und ca. 2 Stunden für den Abstieg gebraucht, mit kleinen Essenspausen zwischendrin. Damit lagen wir genau in der vom Reiseführer geschätzten Zeit.

Ich hätte auch wirklich nichts dagegen gehabt, wenn wir den Adam's Peak einfach unauffällig umfahren hätten und weiter in den nächsten Ort gefahren wären. Ich habe mir beim Lesen des Reiseführers schon gedacht, dass das jetzt nicht unbedingt sein muss. Mein Freund wollte die Wanderung jedoch machen, und so hab ich mich zum Aufstieg überreden lassen. Ihr dürft jetzt nicht glauben, dass ich eine bin, die am liebsten nur auf der Couch liegt und sich kein Millimeter bewegt. Ich gehe schon gern Wandern, aber dann halt nur "normale" Aufstiege. Entsprechend unmotiviert bin ich also los marschiert, und als nach einiger Zeit die Stufen anfingen steiler zu werden ging meine Laune mit jeder Stufe immer weiter den Bach runter (oder Berg höhö). An dieser Stelle entschuldige ich mich bei meinem Freund, der vier Stunden lang mein Gemeckere und Geheule ertragen musste. Diese "bad-mood" hatte auf dem kompletten Berg wirklich nur ich. Neben meinem übermotiviertem Freund und Kindern, die den Berg förmlich hochsprinteten, überholten mich teilweise ca. 70 Jahre alte Herren und Damen, die in ihren Schlappen vergnügt die Treppen raufspazierten und währenddessen sangen. Im Nachhinein finde ich es eigentlich eine sehr gute Idee, mit Liedern die Schmerzen in den Beinen einfach weg zu singen :). In dem Moment war mir das aber sehr unverständlich. Ich war komplett am Ende.

Wie auch immer ich das geschafft habe (oder mein Freund es geschafft hat mich da hochzubekommen): Nach 4 langen Stunden saß ich mit meinen Keksen oben am Gipfel. Ich muss zugeben, die Aussicht war wirklich atemberaubend. Letzendlich war ich auch irgendwie stolz, dass ich es geschafft habe und bin es auch immer noch.

Aber nochmal geh ich da sicherlich nicht mehr hoch.

 




Hochland und Teeplantagen - Nawalapitiya

Sri Lanka ist bekannt für den originalen Ceylon Tea und ich kann jedem empfehlen, durch die Teeplantagen im Hochland zu spatzieren und den Tee zu probieren.

Nach dem anstrengenden Aufstieg des Adam's Peak, haben wir uns nach der Hälfte unserer Reise  eine kleine Auszeit weit ab vom Schuss in den Teeplantagen gegönnt. Die Unterkunft haben wir bereits vor dem Hinflug gebucht, da mir die so gut gefallen hat. Unsere Route haben wir dann dementsprechend angepasst. Die Unterkunft findet ihr hier.

Das kleine Resort inmitten der Teeplantagen ist sehr empfehlenswert. Neben luxuriösen Suiten und einem leckeren Frückstück gibt es hier auch ein zuvorkommendes Personal, das dir so gut wie jeden Wunsch von den Lippen abliest. Und das Beste ist: um dich rum sind lauter Teepflanzen.

10 Gehminuten entfernt befindet sich eine Teefabrik, die man besichtigen kann und einem erklärt wird, wie der Tee hergestellt wird. Total intressant, sowas sieht man schließlich nicht alle Tage. Wir haben uns dann gleich mal mit Grünem und Schwarzen Tee für die nächsten 10 Jahre eingedeckt.

Nach den 2 Tagen im Resort waren wir mehr als tiefenentspannt und konnten uns wieder auf den Weg zum nächsten schönen Ort machen.




Ostprovinz - Trincomalee

Auf unserer ganzen Reise hatten wir sehr viel Glück mit dem Wetter. Nach 6 Stunden Busfahren sind wir in Trincomalee angekommen, da hat es dann erstmal angefangen zu regnen. Aber nicht so ein Regen wie hier in Deutschland, es hat wirklich wie aus Eimern geregnet. Wir sind in ein Restaurant geflüchtet und wollten den Regen abwarten. Der hat aber nicht aufgehört. Ganz im Gegenteil es wurde immer stärker und stärker. Die Straßen waren in kurzer Zeit richtig überflutet. Wir wartetet ca. eine halbe Stunde, haben uns dann aber entschieden ein Tuk Tuk zu nehmen das uns in die Unterkunft fahren sollte. Ich weiß nicht warum, aber als wir aus dem Restaurant rausgegen wollten, standen wir plötzlich vor einem Hirsch (?). Der guckte uns nur neugierig an, schnüfelte ein bisschen rum und überquerte dann seelenruhig die Straße *mindfuck*.

In Trincomalee haben trotz dem unbeständigen Wetter zwei schöne Strandtage verbringen können. Wir wollten eigentlich mit einem Boot zur Pigeon Islang fahren, um dort etwas zu schnorcheln. Die See war aber so rau, dass die Boote an den Tagen gar nicht rübergefahren sind. Immerhin ist das ein Grund nochmal nach Sri Lanka zu kommen um das machen zu können. ;)

Als wir am zweiten Abend am Strand lagen, kam wie aus dem nichts eine ganze Kuhherde vorbei *mindfuck2*. Kühe am Strand sind ein sehr ungewohntes Bild aber es war sehr amüsant. In Sri Lanka ist halt alles möglich. 



Der Löwenfelsen - Sigiriya

Auf dem sogenannten Löwenfelsen hat einst der König seine Festung zum Schutz vor Feinden direkt auf dem Felsen errichten lassen. Gar nicht so dumm. Schon von der Weite sieht man den markanten Felsen umgeben von schönen Wassergärten und bewachsenen Ruinen.

Zusammen mit sehr, sehr vielen anderen Touristen sind wir also hochgelaufen. Und wer hätte es gedacht: schon wieder Treppen. Was hat Sri Lanka nur mit diesen Treppen? Der Aufstieg war aber total entspannt und nicht annähernd so schlimm wie der des Adam's Peaks. Wenn die Menschenmassen einen nicht immer zum Anhalten zwingen würden, würde ich sogar behaupten, dass man in weniger als einer Stunde am Gipfel sein kann.

Nachdem man die erste Hälfte des Felsens über steile Treppen und einer Wendeltreppe hochgestiegen ist, steht man zuerst mal auf einer Ebene.Die sogenannte Löwenterrasse. Hier zieren zwei riesige Löwenpfoten eine Art Durchgang zur Festung auf dem Gipfel.

Oben angekommen hat man eine wunderschöne Aussicht auf das umliegende Land. Auf der Hauptterrasse gibt es sehr viel zu entdecken, da diese aus sehr vielen Ebenen, Treppen und sogar Pools besteht. Die Festung muss wirklich riesig gewesen sein.



Elefanten Safari - Hurulu Eco Park

Ich habe Elefanten bis zu diesem Zeitpunkt leider nur im Zoo gesehen. Umso schöner war es am vorletzten Tag unserer Reise, diese schönen Tiere in der freien Wildbahn beobachten zu dürfen. In Sri Lanka gibt es viele Nationalparks in denen man die exotischsten Tiere sehen kann wie Flamingos, Leoparden, Elefanten und zahlreiche Affenarten. Unsere Unterkunft lag in Habarana und somit ganz in der Nähe des Kaudulla Nationalparks und Hurulu Eco Parks. Auch wenn der Kaudulla Nationalpark der bekanntere von beiden ist, entschieden wir uns für den kleinerern Hurulu Eco Park, da dort am Tag zuvor mehr Elefanten gesichtet wurden und wir natürlich so viele Elefanten wie möglich sehen wollten.

Unser Gastgeber organisierte uns eine sehr gut geplante Safari Tour mit einem Jeep durch den Park. Man sollte darauf achten, dass man diese Safari-Touren nur bei seriösen Anbietern bucht. In die Nationalparks kommen nur die, die eine gültige Lizens besitzen, trotzdem gibt es genug Leute die versuchen, dir eine Safari-Tour anzudrehen obwohl sie diese Lizenz gar nicht besitzen und keine Erfahrung mit Safaris haben. Hier lohnt es sich meiner Meinung nach ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen und eine seriösen Tour zu buchen.

Um 14:00 Uhr sind wir losgefahren und es hat nicht lang gedauert bis wir die ersten Elefanten gesehen haben. Diese Tiere kommen einem aus der Nähe noch viel viel größer vor und ich hatte schon etwas Respekt. Unser Guide hat uns viel über die Elefanten erzählen können, man hat gemerkt dass er sich gut auskennt. Er hat auch sehr darauf geachtet, dass wir nicht zu nah an die Tiere herangefahren sind. Solange man Abstand hält verhalten sich die Tiere sehr ruhig und stören sich nicht an deiner Anwesenheit. Sabald man aber etwas zu Nahe kommt warnen dich die Elefanten schon mit scharren und trompeten sogar.

Insgesamt haben wir auf der Safari um die 50! Elefanten sehen können. Das war auf jeden Fall eines meiner Highlights auf der ganzen Reise.


Sri Lanka's Hauptstadt - Colombo

Mir kam Colombo mit seinen Hochhäusern, Reichenvierteln und schönen Autos vor wie eine andere Welt. Im Gegensatz zum Rest vom Land ist hier alles super modern, egal ob Häuser oder die Infrastruktur. Eine echte Großstadt war nach den vielen kleinen Orten eine nette Abwechslung. Natürlich kann man Colombo nicht mit Städten wie New York, Tokio, etc. vergleichen. Aber es hat was.

Für unsere letzte Übernachtung haben uns nochmal eine luxuriösere Unterkunft ausgesucht, die direkt in einem Privathaus im Reichenviertel Colombos lag. Im Gegensatz zu den Preisen im restlichen Land, sind die in der Haupstadt schon deutlich höher. Aber 50€ für eine so schöne Unterkunft ist meiner Meinung nach auch total okay.

Bevor wir uns auf den Heimweg machten, haben wir auf einer Rooftop Bar mit Cocktails den letzen Tag noch genossen und die 2 Wochen Revue passieren lassen. Danach ging es dann mit dem Bus zum Flughafen und wieder Heim nach München.


In den 2 Wochen, in denen wir Sri Lanka bereist haben, haben wir so unglaublich viel gesehen und nahezu das ganze Land bereist. Meine erste Reise mit Backpack war ein voller Erfolg. Natürlich war es am Anfang etwas ungewohnt aus einem Rucksack zu leben, aber so hat man in der Früh wenigstens nicht das Problem, dass man nicht weiß was man anziehen soll. Viel hat man schließlich nicht dabei.

Sri Lanka ist sehr facettenreich und meiner Meinung nach auf jeden Fall eine Reise wert. Und wer weiß, vielleicht statten wir dem Land auf unserer Weltreise nochmal einen kleinen Besuch ab.

 

xx Chantel

 

PS: Besonders bei Langstreckenflügen wie nach Sri Lanka brauche ich IMMER bequeme Kleidung. Eine Seite die ich euch ans Herz legen kann ist "Fashiown"! - https://www.fashiown.com/best-leggings-for-women/ Hier findet ihr zum Beispiel tolle Leggings in richtig coolen Farben. So ist das Reisen nicht nur bequem sondern auch noch stylisch. :) Zu meinen Reiseoutfits werde ich auf jeden Fall noch einen Blogpost verfassen. (Advertisement/Werbung)