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TOKIO - 6 Highlights, die man gemacht haben muss

Tokio - eine Metropole. Seit Wochen habe ich auf diese Reise hingefiebert und dann war es endlich soweit und ich stand mitten in der unfassbaren großen Stadt Tokio. Eine der mit Abstand beeindruckendsten Städte der Welt meiner Meinung nach.

Zusammen mit meinem Freund und 3 Freunden von uns haben wir Monate davor angefangen unsere Reise nach Japan zu planen. Geplant waren 2 Wochen Aufenthalt, bei den anderen sogar noch ein paar Tage mehr. Tokio war natürlich das Hauptziel, trotzdem wollten wir neben der Hauptstadt auch noch den Rest Japans sehen und so haben wir beschlossen 5 Tage in Tokio zu bleiben und danach weiter durch Japan zu reisen. Dazu aber mehr in einem weiteren Blogpost zu unserem Roadtrip durch Japan.

Zum Geburtstag habe ich meinem Freund passender Weise einen Japan-Reiseführer geschenkt und wer das Kapitel zu Tokio aufschlägt merkt sofort, dass es neben 38 Millionen Einwohnern noch sehr, sehr viel mehr zu entdecken gibt. Um die ganze Stadt zu erkunden bräuchte man wahrscheinlich Jahre, aber trotzdem haben wir es hinbekommen, alle Highlights und Sehenswürdigkeiten in den 5 Tagen die uns zur Verfügung standen zu sehen.

Da ich allein über unseren Aufenthalt in Tokio ein Buch schreiben könnte, habe ich euch in diesem Blogpost meine 6 Highlights zusammengefasst. 

1. Shibuya Crossing

Die wohl bekannteste Kreuzung der Welt liegt direkt im Herzen Japans. Hier sollen an Spitzentagen rund 1000 Menschen bei einer Ampelphase die Kreuzung überqueren und somit wird die Shibuya Kreuzung zu der meist belaufenen Kreuzung der Welt. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen bei so einer Ampelphase auch mal mitzulaufen. Ich kann euch sagen: es sind wirklich unfassbar viele Menschen! Das ganze wird einem noch stärker bewusst, wenn man das Spektakel von weiter oben beobachtet. Vom Bahnhof aus gibt es ein paar Stellen an denen die Kreuzung durch große Fenster gut zu sehen ist. Wem das nicht reicht, kann versuchen von einem der naheliegenden hohen Gebäuden einen guten Blick auf die Kreuzung zu bekommen. Am Bahnhofsbereich findet man auch die berühmte Hachiko Statue. In Japan gilt der Hund immernoch als Inbegriff der Treue. Am Shibuya Bahnhof gibt es sogar einen Ausgang der nach dem Hund benannt wurde - "Hachiko Exit".

Das Stadtviertel hat aber außer seiner bekannten Kreuzung noch so viel mehr zu bieten. Shibuya ist voll mit coolen Läden, Restaurants und Bars. Vorallem Abends ist das Stadtviertel sehr sehenswert. Viele Straßen sind nahe zu überfüllt mit riesigen grell blinkenden Werbereklamen und die Stadt ist voller junger Leute. Wenn ihr in Tokyo seid, nehmt euch auf jeden Fall einen Abend Zeit um durch die belebten Straßen von Shibuya zu schlendern.

2. Tokio von Oben

Tokio ist eine riesige Stadt. Das weiß wahrscheinlich jeder. Aber um sich wirklich ein Bild von den Dimensionen dieser Stadt zu machen zu können, sollte man einen Aussichtspunkt besuchen. Und davon gibt es in Tokio wirklich einige. Da mein Freund und unsere Freunde Aussichtspunkte schon fast vergöttern, waren wir auf wirklich vielen Aussichtsplatformen in der Stadt und auf der ganzen Japan Reise. Hier stelle ich euch also die besten Platformen vor, bei denen ihr eine tolle Aussicht über die Stadt bekommt.

 

Tokyo Metropolitan Government Building

Das Government Building ist nicht nur das höchste Rathaus der Welt, sondern hat auch eine Aussichtsplatform. Und das beste ist: Diese ist kostenlos! Das Gebäude befindet sich im zentralen Stadtteil Shinjuku. Hier befand sich auch unsere Air Bnb Unterkunft, die wir für unseren Aufenthalt in Tokio gebucht haben. Deswegen war das auch direkt unser erster Anlaufpunkt. In 202 Metern Höhe kann man hier die Metropole von oben bestaunen.

 

Tokyo Tower

Der Tokyo Tower ist der Klassiker und war mal DAS Symbol der Stadt. Er ist 333 Meter hoch und liegt im Stadtteil Minato. 2012 wurde der Tower dann vom neuen Wahrzeichens Japans abgelöst: Dem Tokyo Skytree. Das war auch für mich der Grund warum ich selbst nicht oben war, da ich lieber direkt auf den neuen und höheren Turm wollte. Die Bilder haben mir unsere Freunde netterweise zur Verfügung gestellt bekommen. 


Tokyo Skytree

Mit 634 Metern ist der Tokyo Skytree der höchste Fernsehturm der Welt und nach dem Burj Khalifa in Dubai das zweitgrößte Gebäude der Erde. Hier bekommt ihr den besten 360 Grad Blick über die ganze Stadt. Es gibt 2 Platformen: Erst das Tembo Deck auf 350 Metern und die Tembo Galleria auf 450 Metern. Für 1000 yen, umgerechnet 7,58 Euro, kann man hier auf die untere Platform fahren. Dort angekommen kann man sich zusätzlich nochmal ein Ticket für die höhere Platform kaufen. Ob sich das lohnt? Meiner Meinung nach nicht. Die Aussicht ist kaum anders, und die 100 Meter fallen in diesen Höhen auch nicht mehr sonderlich auf. Auch meine Freunde waren der Meinung, dass die untere Platform eine schönere Aussicht bietet. Riesige, bodentiefe Fenster bieten eine perfekte Aussicht auf die Stadt. Auch das Fotografieren ist auf der 1. Aussicht wesentlich leichter, da die Fenster hier nicht so stark spiegeln wie auf der oberen Etage. 


Natürlich gibt es noch weitere Aussichtspunkte in Tokio. Die 3, die ich euch hier vorgestellt habe, sind aber die beliebtesten und wohl auch die mit der schönsten Aussicht auf diese riesige Stadt.

3. Elektro & Anime Viertel: Akihabara

Wer was verrücktes und ausgefallenes sucht m, sollte unbedingt dem Stadtviertel Akihabara einen Besuch abstatten. Hier findet man alles was Elektro-, Anime- und auch Mangafans dahinschmelzen lässt. Zwischen unzähligen Elektrogeschäften mit der neusten Auswahl an Kameras, Computern, Handys etc. , finden sich hier auch sehr viele Geschäfte mit Manga oder Anime Produkten. Ein kurzer Spatziergang durch die Straßen Akihabaras reicht, um zu sehen wie sehr Japaner auf Computer/Konsolen und Mangas stehen. Während in Deutschland, sich größtenteils die Jugend mit dem Thema beschäftigt, wird in Japan die Kultur extrem durch Animes und Mangas geprägt. Eine Sache die ich persönlich nicht ganz verstehe, aber es war durchaus sehr interessant durch die Läden zu gehen und sich die riesige Auswahl an Anime Figuren anzuschauen, die verkauft werden und anscheinend auch total beliebt sind.

Was im Elektroviertel natürlich auch nich fehlen darf, sind die sehr beliebten Spielehallen. Hier finden sich auf meist 4 oder 5 (!) Stockwerken  Spielautomaten oder UFO Catcher in allen erdenklichen Ausführungen, und diese sind gut besucht. Natürlich haben wir auch ein paar Automaten ausprobiert. Mir haben es vorallem die UFO-Catcher angetan. Wenn mich so knuffige große Kuscheltier aus so einem Kasten anschauen, kann ich einfach nicht nein sagen. Jeder weiß wie schwer es tatsächlich ist mit so einem Greifarm ein Kuscheltier so zu erwischen, dass es dann auch rauskommt. Über die ganze Reise hinweg habe ich immer wieder ein paar Yen in so einen doofen Automaten geworfen und versucht ein Kuscheltier zu ergattern, bis es mir an vorletzten Tag tatsächlich gelungen ist ein riesigen Plüschhasen zu gewinnen. Ich war noch nie so glücklich.


Wenn man durch die belebten Straßen Akihabaras läuft, fallen einem auf jeden Fall die in knappen Mangaoutfits bekleideten Mädels auf, die am Straßenrand stehen und Leuten Flyer in die Hand drücken. Diese Mädels werben nicht, wie ich als erstes dachte, für einen "Erwachsenen-Club" sondern für Cosplay Restaurants in denen die Bedienungen meist als Manga Dienstmädchen, sogenannte Maids, die Kunden bedienen. Total verrückt.

4. Dreams come true: Tokyo Disneyland

Auch wenn Tokio so viel mehr zu bieten hat, war das Tokyo Disneyland mein persönliches Highlight auf der ganzen Reise und selbst heute denke ich noch oft an den Tag zurück. Das mag jetzt übertrieben klingen, aber als ich beim Einlass stand und das Schloss aus der Ferne schon sehen konnte, hätte man mich mit nichts auf der Welt glücklicher machen können. Wenn ihr bei eurem Aufenthalt in Tokio etwas Zeit übrig habt und ihr Disney mögt, kann ich euch diesen Tagestrip nur empfehlen.

Tokio Disney besteht aus 2 eigenständigen Parks für die man seperate Tickets benötigt: Tokyo Disneyland und Tokyo DisneySea. Pro Park sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen. Da wir aber nur einen Tag zur Verfügung hatten, haben wir uns für das Disneyland entschieden. Pro Tagesticket haben wir 7.400 Japanische Yen gezahlt, was umgerechnet ungefähr so viel ist wie 58 Euro. Verhältnismäßig recht billig und absolut jeden Cent wert.


Für mich war es das erste mal Disneyland überhaupt. Im Park selbst wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht. Alles war so liebevoll und originalgetreu aufgebaut. Mit den Details haben sich die Japaner total viel Mühe gegeben. Und in der Mitte des Parks stand natürlich in all seiner Pracht das berühmte Disney Schloss. Das beste am Tokio-Disneyland ist: Japaner stehen auf alles was süß und kuschlig ist. Und Japaner stehen auf Disney, und zwar total. Das fällt direkt auf nachdem man den Park betreten hat und dir die ersten Menschen entgegen kommen. Wirklich alle sind in irgendeiner Form verkleidet. Manche ganz klassisch mit den Minni Öhrchen, die anderen kommen in ihrer ganzen Montur bestehend aus Minnie Outfit, Schlüsselanhänger jeglicher Disneycharaktere, Taschen und und und. Die Japaner gehen nicht einfach ins Disneyland, nein sie machen ein richtiges Event daraus! Was auch beliebt ist sind Partnerlooks oder sogar ganze Gruppen mit gleichen Disney T-Shirts oder Ähnlichem. Total cool. Also wenn ihr mal in Tokio seid und auch im Disneyland vorbeischaut, schnappt euch eure beste Freundin und verkleidet euch als Minni und Daisy, Lilo & Stitch, Pooh Bär und Esel... ich verspreche euch: Keiner wird euch komisch anschauen!

Wir sind nach und nach von Themenwelt zu Themenwelt geschlendert und haben die Attraktionen ausprobiert. Ein kleiner Tipp: Ladet euch die App mit den Wartezeiten der Attraktionen herrunter. Mit ihr wisst ihr immer mit wie viel Wartezeit ihr aktuell bei den Attraktionen rechnen müsst. Total praktisch und zeitsparend. Wir sind bis zum Ende geblieben  und haben natürlich noch zahlreich Merchandise in den süßen Läden gekauft. Das muss einfach sein. ;)

Für mich ist mit dem Disneyland ein Traum in Erfüllung gegangen und meiner Meinung nach ist das ein klares MUSS wenn man in Tokio ist.

5. Besuch eines Theme-Cafes

Japan ist verrückt. Und hier gibt es viele verrückte Sachen. Zum Beispiel die verschiedenen Theme Cafes, die die Stadt Tokio zu bieten hat. Egal ob Hasen-, Igel-, Katzen- oder Robocafe. Der Verücktheit sind in Tokio keine Grenzen gesetzt und wenn man schonmal in der Stadt ist, sollte man eines der Cafes auf jeden Fall besuchen. Zunächst wollte ich das Rabbit-Cafe besuchen. Hier kann man mit Hasen kuscheln, sie füttern und nebenbei einen Cafe genießen. Da wir dann aber im weiteren Verlauf der Reise Rabbit-Island auf dem Plan hatten, haben wir den Punkt gestrichen. Ein Freund, der mit dabei war, hat ein Eulen Cafe besucht. Dass die Tiere dort auch wirklich glücklich sind bezweifle ich, aber verrückt ist es auf jeden Fall.

Was wir alle 5 gemacht haben, war der Besuch des Robo-Cafes.  Wie man das am besten beschreiben kann? Eine quietschbunte und laute Show in einer kleinen Arena auf der Fahrzeuge ("ROBOTER") herumfahren und Menschen in knappen, bunten Kostümen die zwischen den komischen Fahrzeugen tanzend und singend herumhüpfen. Jetzt weiß ich auch wo die Fahrzeuge von Takeshi's Castle wieder Verwendung gefunden haben. Die Show dauert ca. 2 Stunden, kostet umgerechnet 60€ (FÜR SO EINEN SCHEIß!!!) und was soll man sagen. Die Jungs fanden es "so geil", wir Mädels nicht. Wer qietschbunte, total durchgeknallte und laute Shows liebt ist hier richtig. Auf Youtube gibt es auch genug Videos die man sich dazu anschauen kann. Wer eher was ruhigeres will, sollte lieber in das Bunny Cafe gehen. ;)

6. Shoppen in Harajuku

Wer typisch japanische und ausgefallene Kleidung sucht, ist im Stadtviertel Harajuku total richtig. Hier shoppen die jungen Leute Japans. In der berühmten engen Einkaufspassage Takeshita Street, reihen sich haufenweise kleine Läden aneinander, voll mit Kleidung, Schuhen und was das Frauen-Herz sonst noch höher schlagen lässt. Besonders Kleidung im typisch japanischen kawaii findet man hier. Kawaii heißt soviel wie süß, niedlich oder auch kindlich und ist in der japanischen Kultur stark verbreitet, nicht nur bei der Jugend. Wer also Tüllröcke, Plateau Schühchen mit Schleifen oder auch Hello Kitty liebt ist hier richtig. Aber auch die üblichen Verdächtigen wie Forever 21, H&M oder auch American Eagle findet man hier.

Da die Einkaufspassage sehr schmal ist wurde es sehr schnell eng und anstrengend. Das liegt warscheinlich auch daran, dass wir in der Ferienzeit in Tokio waren, und so alle Jugendlichen beim Shoppen waren. Wer aber außerhalb der Saison hier ist kann in Harajuku bestimmt stundenlang und unbeschwert Shoppen.


Nach 5 Tagen in sind wir weiter durch Japan gereist. Mir hat auf der Japan Reise alles wirklich gut gefallen, aber Tokio hat es mir schon besonders angetan. Hier habe ich mich total wohl gefühlt, auch wenn doch alles komplett anders ist als zu Hause.

 

Hat euch der Blogpost gefallen? Und würdet ihr auch mal gerne anch Tokio reisen? Lasst mir gerne eure Meinung in Form eines Kommentares da :)

 

xx

 

Chantel